Geschichte von Schloss Klein Loitz

Am Rande des Landschafts – und Naturschutzgebietes Reuthener Moor liegt Klein Loitz. 
Waldreichtum und sanfte Hügellandschaften prägen die Gegend.

Klein Loitz wurde erstmals im Jahr 1527 als „Wendisch Luge“ urkundlich erwähnt.
In späteren Jahren folgten weitere Namensformen aus der sorbischen Sprache.
Der aus der sorbischen Sprache stammende Ortsname bedeutet „Ort auf talgigem Boden“.
Der Namenszusatz „Klein“ dient der Unterscheidung zum nahegelegenen Groß Luja. „Loitz“ ist die eingedeutschte Version des sorbischen Wortes „Luja“.

Im 16. Jahrhundert hatten mehrere Adlige Besitzungen das Recht Abgaben zu erheben. Später ist die Rede von drei Anteilen, die um die Mitte des 17. Jahrhunderts vereinigt wurden.

Im Jahre 1650 wird Klein Loitz erstmals mit sechs Bauernhöfen erwähnt. Das Herrenhaus wurde erbaut und in der Folgezeit erweitert.
Vor dem Herrenhaus steht eine über einhundert Jahre alte Dorfuhr die nicht das einzige Relikt aus längst vergangenen Zeiten ist. Dahinter befindet sich eine kleine Grünanlage in der es sich lohnt eine Rast einzulegen.


 
 
 

Georg Hans von Glisczinski hatte im Jahr 1884 Bertha Johanna Anna Ella Wilkins geheiratet. Im Jahre 1888 kaufte er das Rittergut Klein Loitz. 1917 ist er in Klein Loitz gestorben. Im Jahre 1902 wurde das Herrenhaus um den „Turm“ erweitert. Die Türumrahmung zeigt das Wappen der von Glisczinski.

Nach der Enteignung waren zunächst die Russen im Herrenhaus stationiert. Im Anschluss bildete sich die LPG „Friedenstaube“ in Klein Loitz – die Verwaltung wurde im Herrenhaus untergebracht.

 

Während der DDR Zeit wurde das Herrenhaus vielfältig genutzt: ein Kindergarten wurde eingerichtet, ein Dorfkonsum, kurzzeitig ein Kino im ehemaligen großen Saal. Der ehemalige Kinobetreiber Alfons Korla übergab einige Plakate und Film Exponate aus seiner Vorführzeit im Klein Loitzer Herrenhaus – an den Verein Institut Romy Schneider Archiv & Museum e.V. - diese Stücke werden in Ausstellungen im Romy Schneider Museum präsentiert. In späteren Jahren wurden verschiedene Restaurants im Schloss platziert. Ab dem Jahr 2010 stand das Schloss leer und sollte zum Verkauf angeboten werden. 2019 im November wurde das Schloss an den gemeinnützigen Verein Institut Romy Schneider Archiv & Museum e.V. verkauft.

 
 

Gutsbesitzer

Das im älteren Urkunden Windisch Luja, dann auch Klein luitz genannte Dorf hatte Anfand des 16. Jh. gleich mehrere adlige Besitzer auf verschiedenen Anteilen

  • 1527 Joachim und Lorenz von Reichenbach
  • 1539 J. von Loeben
  • 1576 - 1577 Bartusch von Kracht
  • 1615 - 1619 von Waltersdorf
  • 1622 - 1637 Phillip Heinrich von Kracht
  • 1624 - 1637 Siegmund und Samuel von Schütz
  • 1638 - 1649 von Seidlitz
  • 1649 - 1670 J.u.Lic. Adam leupoldt
  • 1670 - 1673 Siegmund von Truchseß
  • 1673 - 1688 Siegmund von Kottwitz
  • 1688 - 1724 Wolf Araham von Stutterheim
  • 1724 - 1734 Christian Von Stutterheim
  • 1734 - 1755 Friedrich Karl von Stutterheim
  • 1755 - 1760 Johanne Charlotte von Stutterheim
  • 1760 - 1763 Uwe von Schönfeld
  • 1763 - 1765 Friedrich von Berge
  • 1794 - 1796 Zeisig ( Pächter von Greifenhain )
  • 1796 -1848 Johann Wilhelm Paschke
  • 1848 - 1869 Pauline Kemnitz, geb. Paschke
  • 1870 - 1817 Schmidt
  • 1871 - 1872 Burschardt
  • 1872 - 1887 Killisch-Horn
  • 1888 Tausch an von Wetsernhagen
  • 1889 Güterhändler Räbiger u. von Lüdecke
  • 1890 Georg- Hans von Chamier- Glisczinski
  • 1915 Hans von Glisczinski
  • 1924 Ilse von Glisczinski
  • 1926 Otto von Glisczinski
  • 1939 - 1967 lebte Hasso von Wedel im Schloss
  • 1945 Ilse von Glisczinski enteignet
  • 1945 - 1949 Besetzung der roten Armee
  • 1950 Obere Etage für Wohnungen
  • 1951 - 1959 Kino im großen Saal
  • 1954 - 1990 Einrichtung eines Kindergartens
  • 1956 LPG Friedenstaube und Gemeindebüro
  • 1956 - 1986 Konsumverkausstelle
  • 1971 Einrichtung Arztpraxis im Herrenhaus
  • 1982 - 2008 Gaststättenbetrieb
  • 1999 - 2021 Gründung Dorfverein - Sitz im Herrenhaus
  • 2008 - 2019 Leestand - Nutzung verschíedener Vereine
  • 2019 Verkauf an das Institut Romy Schneider Archiv und Museum e.V.
  • 2020 Eröffnung des Romy Schneider Museums
  • 2022 Errichtung des Denkmals Romy Schneider



 
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