
Drehbücher
Drehbuch von Wolfgang Wilhelm
Titel: Elisabeth von Österreich
Jahr: 1954

Wolfgang Wilhelm (1906–1984)
Drehbuchautor im Exil: Von Berlin nach Hollywood und London
Wolfgang Wilhelm war ein deutscher Drehbuchautor, dessen Karriere durch die Flucht vor dem NS-Regime nach Großbritannien und in die USA führte. Er war in Deutschland, England und den Niederlanden tätig und arbeitete an Komödien, Romanzen und historischen Stoffen.
Frühe Karriere in Deutschland (1930–1933)
Wolfgang Wilhelm, der Sohn des Regisseurs Carl Wilhelm, knüpfte über seine Familie Kontakte zur Filmbranche. Mit dem Aufkommen des Tonfilms begann er, Drehbücher zu schreiben, vor allem für Komödien und Romanzen (Susanne macht Ordnung).
Als Jude musste Wilhelm 1933 vor den Nationalsozialisten aus Deutschland fliehen.
Exil und Arbeit im Ausland (1933–1948)
In London konnte Wilhelm rasch Fuß fassen und fand Arbeit beim britischen Film. Er spezialisierte sich auf Abenteuer- und Historiengeschichten.
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Genre-Schwerpunkt: Im Zweiten Weltkrieg verfasste er auch Manuskripte für Anti-Nazi-Stoffe.
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Hollywood-Beteiligung: 1940 lieferte er die Story für die Hollywood-Produktion Ein Mann mit Phantasie (Originaltitel: A Dispatch From Reuters).
Spätere Jahre und Rückkehr zum deutschen Fernsehen
In den 1950er Jahren kehrte Wilhelm zeitweise nach Deutschland zurück und ließ sich in München nieder. Dort arbeitete er für die ARD und war unter anderem für den Bayerischen Rundfunk tätig. Er stellte 1964 die deutsche Fassung der britischen Fernsehserie The Good Old Days her.
Drehbuch
ES GESCHEHEN NOCH WUNDER (1951)

Willi Forst und Hildegard Knef in einer koketten Liebeskomödie – dieses Werk sollte die Einnahmen aus dem vorangegangenen, skandalumwitterten Melodram Die Sünderin sichern. Doch die Geschichte um eine magisch verbindende Melodie, die in Hamburg beginnt, fand beim Publikum keinen Anklang.
Spannend für Filmhistoriker: Es geschehen noch Wunder ist ein Paradebeispiel für die ökonomischen Risiken der frühen BRD-Filmproduktion. Trotz namhafter Beteiligter (Musik von Theo Mackeben, Drehbuchmitarbeit von Johannes Mario Simmel) und hoher Ausgaben wurde der Film zu einem finanziellen Misserfolg, der die Produktionsfirma zur Aufgabe zwang. Darüber hinaus war der Film lange Zeit nicht zugänglich und gilt als eine wichtige Wiederentdeckung des deutschen Kinos.
Titelregister 1950 ,,Der Märchenkönig"
AUTOREN - Hanna Tornow

Das unerreichbare weibliche Idol Ludwigs II. von Bayern ist Elisabeth von Österreich. Der König findet keine Erfüllung in seiner Verlobung mit Sophie von Bayern, auch nicht in der völligen Hingabe an die Kunst und an die Freundschaft mit Richard Wagner.
Sein von der Degeneration vorgezeichnetes Schicksal vollzieht sich.
Er lebt in romantischer, märchenhafter Einsamkeit, bis ihn sein tragischer Tod befreit.












