


Was hat die Forster Radrennbahn mit der großen Filmgeschichte zu tun? Mehr, als man denkt! In unserer Dokumentations- und Lichtspielstätte Filmbühne präsentieren wir dauerhaft ein lokales Juwel: Die Geschichte hinter der Radsport-Komödie "Strich durch die Rechnung" (1932).
Als Forst zum Filmset wurde
Im Sommer 1932 verwandelte sich die traditionsreiche Forster Radrennbahn in eine lebendige Filmkulisse. Der Streifen war eine Sensation:
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Star-Power: Niemand Geringeres als Heinz Rühmann und der Comedy-Star Otto Wallburg wirbelten über das Forster Oval.
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Internationaler Flair: Parallel zur deutschen Fassung entstand direkt vor Ort die französische Version "Rivaux de la piste" mit Albert Préjean. Forst war für kurze Zeit das Zentrum der europäischen Filmindustrie.
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Authentische Action: Die dynamische Atmosphäre der Lausitzer Radsport-Szene lieferte die perfekten Bilder für diesen rasanten Kinospaß.
Hinter der Fassade: Ein Schicksal, das alles verändert
Doch der Titel "Strich durch die Rechnung" bekam nur wenige Monate nach der Premiere am 25. Oktober 1932 eine bittere, reale Bedeutung.
Besonders das Schicksal von Otto Wallburg zeigt den tiefen Abgrund jener Zeit. Als einer der beliebtesten jüdischen Schauspieler seiner Ära wurde er nur Jahre nach den fröhlichen Dreharbeiten in Forst vom NS-Regime verfolgt, deportiert und im Konzentrationslager Auschwitz ermordet. Sein Lachen auf der Leinwand ist heute ein bewegendes Mahnmal gegen das Vergessen.
Das erwartet euch in der Ausstellung:
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Exklusive Einblicke: Seltene Set-Fotos und Hintergrundinfos, kuratiert von Frank Henschel.
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Lokalgeschichte pur: Erlebt, wie Sport und Kultur in der Lausitz der 30er Jahre verschmolzen.
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Deep Dive: Einblicke in die damalige Filmlandschaft und die Mechanismen der aufkommenden NS-Propaganda.
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Kino-Erlebnis: Filmvorführungen im authentischen Kinosaal des Kleinen Loitzer Schlosses.


