
Wir glauben, dass Geschichte nicht im Archiv verstauben darf. Sie muss lebendig, kritisch und vor allem sichtbar sein.
Die Filmfabrik Lausitz widmet sich der Erinnerungskultur mit einer klaren Mission: Wir nutzen die Kraft des Films, um die Geschichten der Vergangenheit vor dem Vergessen zu bewahren. Denn: Die Geschichten müssen nicht nur erzählt, sondern auch gesehen werden.


Wir wollen dass Dokumentationen und Filme, die in ihrer Bandbreite die Komplexität der deutschen Geschichte beleuchten und damit einen essenziellen Beitrag zur politischen Bildung leisten:
Die Opfer im Fokus: Wir drehen Kurzdokumentationen über das Leben und Werk jüdischer Künstlerinnen und Künstler sowie weiterer Verfolgter der NS-Zeit. Wir geben den Biografien ihre Würde und ihren Platz in der Kulturgeschichte zurück und zeigen, was durch die Ausgrenzung und den Faschismus unwiederbringlich verloren ging.
Die Mechanismen der Macht: Gleichzeitig analysieren wir in tiefergehenden Produktionen die Propaganda dieser Zeit. Wir legen die Strategien der Diktaturen offen, um zu verstehen, wie Ausgrenzung und Hass produziert und in die Gesellschaft getragen wurden.
Unsere Filme sind bewusst als „Stolpersteine“ konzipiert: Sie sollen im Schulunterricht, in der politischen Bildung und auf Festivals zur vertieften Reflexion über Zivilcourage, moralische Werte und die Gefahren von Ideologien anregen.
Mit einem ansprechenden Mix aus Fakten, Reflexion und visueller Erzählung schaffen wir einen emotionalen Wissenstransfer. Denn nur wenn die Geschichte gesehen wird und Empathie fördert, kann sie zur Entwicklung eines kritischen Geschichtsbewusstseins beitragen.
Die Filmfabrik Lausitz macht Geschichte greifbar – für eine informierte Gegenwart.




Glanz und Schatten:
Diese Dokumentation wirft einen hintergründigen Blick auf das Leben von Personen, deren Schicksale untrennbar mit der goldenen Ära und dem darauffolgenden tiefen Fall der europäischen Filmindustrie verbunden sind. Es ist eine Erzählung über den schmalen Grat zwischen ikonischem Ruhm und systematischer Ausgrenzung.

Die Filmfabrik Lausitz produziert Filme, die das Schweigen brechen. Wo fängt Ausgrenzung an und welche Spuren hinterlässt sie in unserer Gesellschaft? Wir schauen genau dort hin, wo Menschen systematisch an den Rand gedrängt werden.
Für uns ist Geschichte nicht vorbei, sondern sie formt unser Heute. Wir nutzen den Film als kritisches Werkzeug, um Machtstrukturen und soziale Bruchstellen offenzulegen – von den Machenschaften der DDR-Vergangenheit bis zu den Ausschlussmechanismen unserer heutigen Zeit.
In unseren Produktionen wie „Die unsichtbare Mauer“, „Grauzone“, „Die Maske des Schweigens“, „Die Resilienz des Wir“ oder „Manchmal ist die Wahrheit das gefährlichste Geheimnis“ zeigen wir:
Wie Systeme Menschen isolieren.
Wie Schweigen als Waffe gegen die Wahrheit genutzt wird.
Aber auch, wie Mut und Zusammenhalt gegen die Spaltung wirken.
Wir lassen Geschichte nicht im Archiv verstauben. Wir machen die Dynamik von Macht und Ohnmacht sichtbar – denn nur wer die Muster der Ausgrenzung erkennt, kann sie durchbrechen.



Die unsichtbare Mauer
Identität zwischen Glamour und Heimat
Wie viel Puder braucht es, um die Narben der Herkunft zu überdecken? „Die unsichtbare Mauer“ erzählt die bewegende Geschichte von Briar, der als Enrico Wagner der Enge und dem Unverständnis seiner sächsischen Heimat entflohen ist. In der Berliner Glamour-Welt hat er sich als nonbinärer Make-up-Artist eine neue Identität erschaffen – doch als die Gentrifizierung seine Existenz in der Hauptstadt bedroht, prallt seine mühsam errichtete Fassade auf die harte Realität der Vergangenheit.
Der Film führt uns von den Zehlendorfer Altbauten zurück in die brandenburgische Provinz, wo Vorurteile so fest betoniert sind wie die Mauern der alten Häuser. Es ist eine Erzählung über die schmerzhafte Zerreißprobe zwischen der Freiheit, man selbst zu sein, und der Last familiärer Verpflichtungen. Briar muss erkennen, dass wahre Resilienz nicht in der Flucht liegt, sondern im Mut, die unsichtbare Mauer zwischen dem „Ich“ von heute und der Herkunft von gestern einzureißen.
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Thematik: Identitätssuche, soziale Mobilität und der Konflikt zwischen Stadt und Land.
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Fokus: Nonbinäre Sichtbarkeit und die Versöhnung mit der eigenen Biografie auf Augenhöhe.
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Buch & Regie: Uwe Marcus Rykov, Ariane Rykov
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Produktion: Filmfabrik Lausitz
Grauzone
Das Erbe stirbt zuletzt
„Grauzone“ ist ein unerbittliches, sozialkritisches Drama, das dort hinsieht, wo die deutsche Erzählung oft eine Leerstelle lässt: in die tiefe Provinz der Seele. In einem vergessenen Dorf der Lausitz prallen zwei Welten aufeinander, als die ehrgeizige Rückkehrerin Anja und ein kühler Investor das Land durch einen massiven Solarpark in die Moderne katapultieren wollen.
Im Zentrum steht der ehemalige LPG-Brigadier Günther, der sich weigert, sein Land – und damit seine Identität – der neuen Zeit zu opfern. Was als bürokratischer Streit beginnt, eskaliert zu einem modernen Western zwischen den grauen Ruinen der Vergangenheit und der sterilen Logik des Fortschritts. Der Film seziert die „Sprache des Schweigens“ einer Generation, deren Kompass in der Stunde Null der Wende zerbrach, und stellt die schmerzhafte Frage: Was ist eine Heimat wert, wenn man sie zwar noch besitzt, aber nicht mehr bewohnt?
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Thematik: Identität vs. Fortschritt, soziale Entfremdung und die Leerstellen der deutschen Einheit.
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Fokus: Der archaische Kampf um Würde in einer Welt, die niemanden mitnimmt.
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Stoffentwicklung & Regie: Uwe Marcus Rykov, Ariane Rykov
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Produktion: Filmfabrik Lausitz
Die Maske des Schweigens
Vom Überleben im Echo der Angst
In einem Land, in dem jeder Satz protokolliert wird, ist Schweigen die einzige Freiheit – und gleichzeitig das gefährlichste Geständnis. „Die Maske des Schweigens“ ist ein beklemmendes Psychodrama, das die unsichtbaren Mauern in den Köpfen der DDR-Diktatur seziert. Der Film erzählt die Geschichte von Erik, einem brillanten Ingenieur, der die Kunst der Anpassung so weit perfektioniert hat, dass er sein wahres Ich zu verlieren droht.
In einem psychologischen Schachspiel zwischen Erik und einem Stasi-Offizier wird das eigene Heim zum Gefängnis aus Paranoia. Wir zeigen nicht den lauten Widerstand, sondern die schleichende Zersetzung durch das „Echo der Angst“. Es ist eine Hommage an die Unbeugsamkeit des Geistes und den heldenhaften Mut, die Maske der Lüge abzureißen, um die eigene Integrität zurückzugewinnen.
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Thematik: Intellektuelle Unterdrückung, Selbstzensur und die Anatomie der Stille.
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Fokus: Das psychologische Duell zwischen Individuum und System – die Überwindung kollektiver Sprachlosigkeit.
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Stoffentwicklung & Regie: Uwe Marcus Rykov, Ariane Rykov
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Produktion: Filmfabrik Lausitz



Die Resilienz des Wir
Wenn Worte wieder Brücken bauen
Unsere Gesellschaft steht sich oft unversöhnlich gegenüber, gefangen in Echokammern und hasserfüllten Kommentarspalten. „Die Resilienz des Wir“ ist ein hoffnungsvolles Gesellschafts-Drama, das ein gewagtes Experiment wagt: Was passiert, wenn Menschen, die an den entgegengesetzten Polen unserer Debatten stehen, an einen neutralen Ort gezwungen werden, an dem sie nur eine Waffe haben – das Zuhören?
Der Film folgt acht Menschen mit konträren Lebensentwürfen und Überzeugungen. Er dokumentiert den schmerzhaften, aber notwendigen Prozess der radikalen Akzeptanz und zeigt, dass Verständigung auch dort möglich ist, wo die Spaltung am tiefsten scheint. Es ist ein filmisches Plädoyer für die Wiederentdeckung unserer gemeinsamen Basis und ein Beweis dafür, dass Empathie das stärkste Gegengift zur systemischen Fragmentierung ist.
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Thematik: Überwindung von Polarisierung, radikale Akzeptanz und soziale Widerstandskraft.
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Fokus: Der Dialog als Akt des zivilen Mutes und die Verteidigung demokratischer Werte.
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Stoffentwicklung & Regie: Uwe Marcus Rykov, Ariane Rykov
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Produktion: Filmfabrik Lausitz
Manchmal ist die Wahrheit das gefährlichste Geheimnis
Der Preis der Haltung in einer Zeit der Konformität
Stellen Sie sich vor, ein einziger Satz reicht aus, um Ihre gesamte Existenz zu vernichten. In einer Gesellschaft, die Toleranz predigt, aber oft Konformität erzwingt, beleuchtet dieser Film die repressive Natur der modernen „Cancel Culture“ und den Mut derer, die es wagen, den Konsens der Masse zu hinterfragen.
Wir zeigen den rasanten Abstieg eines Mannes, dessen Fakten das Weltbild der Mehrheit bedrohen. Der Film ist ein schonungsloser Blick auf die Mechanismen der Ausgrenzung im digitalen Zeitalter: von der beruflichen Isolation über den wirtschaftlichen Ruin bis hin zum sozialen Exil. In einem Netz aus Überwachung und moralischer Aggression stellt sich die ultimative Frage: Wie viel ist die eigene Integrität wert, wenn der Preis dafür die bürgerliche Existenz ist?
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Thematik: Whistleblowing, kognitive Dissonanz und die Gefährlichkeit unbequemer Fakten.
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Fokus: Die Machenschaften hinter den Kulissen der Meinungsmacht – wenn Fakten gegen Ideologien prallen.
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Stoffentwicklung & Regie: Uwe Marcus Rykov, Ariane Rykov
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Produktion: Filmfabrik Lausitz
Code Switch #systemfehler
Die digitale Maskerade und der Preis der Zugehörigkeit
Was passiert, wenn die eigene Identität zum „Systemfehler“ wird? In einer Welt, die von Algorithmen und gnadenloser Effizienz gesteuert wird, ist „Code Switch #systemfehler“ eine radikale Analyse über den Zwang zur Anpassung. Der Film seziert das Phänomen des Code Switching – das ständige Wechseln der eigenen Identität, um im System zu überleben.
Wir zeigen die unsichtbare Architektur der Macht: Wer darf teilhaben? Wer wird durch das Raster gelöscht? Ein hochaktueller Thriller über die Fragmentierung des Selbst und den Versuch, die digitale und soziale Programmierung der Ausgrenzung zu hacken.
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Thematik: Identitätsverlust, soziale Filter und der Widerstand gegen die Normierung.
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Fokus: Die Technologisierung der Ausgrenzung – wenn der Mensch zum bloßen Datensatz wird.
- Regie : Uwe Marcus Rykov, Ariane Rykov
Stoffentwicklung: Uwe Marcus Rykov, Ariane Rykov
Produktion: Filmfabrik Lausitz

Filme über die NS-Verbrechen ermöglichen Schülerinnen und Schülern einen Zugang zur Geschichte, der über das rein Kognitive hinausgeht. Sie transportieren die Grausamkeit und Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus oft eindringlicher als Textformate.
Dieser emotionale Wissenstransfer ist von unschätzbarem Wert: Er fördert Empathie und regt eine vertiefte Reflexion über moralische Werte, Zivilcourage und die Gefahren von Ideologien an. Die Wirksamkeit dieses Ansatzes wird auch wissenschaftlich untermauert: Eine aktuelle Studie der Stanford University (2024) belegt, dass Zuschauer von Justizdramen signifikant mehr Empathie für die behandelten Themen entwickelten als eine Kontrollgruppe.
Filme machen komplexe historische Zusammenhänge greifbar und sind damit ein entscheidendes Werkzeug zur Entwicklung eines kritischen Geschichtsbewusstseins.
Wir machen Geschichte greifbar – durch Sichtbarkeit
