Romy Schneider Ausstellung



Mut zum Widerspruch:
Ein zentraler Fokus unserer Arbeit liegt auf Romys radikaler Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit der Elterngeneration und ihrem aktiven Engagement gegen politische Unterdrückung.
Gegen das Vergessen: Wir zeigen Material zu Romys Auseinandersetzung mit dem Dritten Reich – ein mutiger Schritt in einer Zeit, in der viele noch schwiegen.
Aktivismus im Kalten Krieg: Als der Liedermacher Wolf Biermann 1976 aus der DDR ausgebürgert wurde, blieb Romy Schneider nicht still. Sie wurde zur treibenden Kraft im „Schutzkomitee Freiheit und Sozialismus“.
Ein globales Netzwerk für die Gerechtigkeit: Romy nutzte ihren Weltruhm als Hebel. Sie mobilisierte Stars wie Simone Signoret, Yves Montand und Claude Sautet, um das Schicksal inhaftierter Künstler wie Jürgen Fuchs international bekannt zu machen. Ihr legendäres Zitat: „Ich habe heute unterschrieben – so wie viele andere!“, hallt bis heute nach.
Warum das heute wichtiger ist denn je
Die Geschichte des Schutzkomitees und Romys Engagement sind kein verstaubtes Archivgut. Sie sind eine Blaupause für den Umgang mit unserer Gegenwart:
Medienkompetenz & Propaganda: Wer versteht, wie die Filmindustrie zwischen 1933 und 1945 instrumentalisiert wurde, erkennt auch heute Manipulationsversuche in den sozialen Medien schneller.
Zivilcourage im digitalen Zeitalter: Romys Einsatz für bedrohte Künstler in der DDR zeigt uns, dass Reichweite Verpflichtung bedeutet. In Zeiten von politischer Polarisierung lehrt uns ihre Biografie, für die Freiheit des Wortes einzustehen – egal wie groß der Widerstand ist.
Solidarität kennt keine Grenzen: Die internationale Vernetzung des Schutzkomitees ist das historische Vorbild für heutige globale Menschenrechtsbewegungen.
Unsere Vision 2026–2028: Mit der Erweiterung unserer Ausstellungs- und Bildungsräume schaffen wir noch mehr Platz für diesen Dialog. Wir bewahren nicht nur Filme; wir bewahren den Geist der Freiheit.
Hinter der Maske:
In unseren aktuellen Ausstellungsräumen zeigen wir eine Romy Schneider, die mit ihrem Image als „Sissi“ radikal brach. In ihren späten Jahren wurde sie zur treibenden Kraft hinter Filmen, die schmerzhafte Fragen nach der NS-Vergangenheit, Schuld und Vergeltung stellten.
Film als Mahnmal: Ihre wichtigsten Werke
Die Spaziergängerin von Sanssouci (1982): Ihr letztes, tief persönliches Projekt. Romy selbst initiierte diesen Film über die Schrecken der SA-Zeit und Emigration. Sie widmete ihn ihrem Sohn David und ihrem Ex-Mann Harry Meyen, der als Jude ein Konzentrationslager überlebt hatte.
Das alte Gewehr / Abschied in der Nacht (1975): Ein aufschütterndes Drama über ein Massaker der Wehrmacht in Frankreich. Romy verkörpert hier das Opfer sinnloser Grausamkeit und stellt die radikale Frage nach Rache und Gerechtigkeit.
Gruppenbild mit Dame (1977): Nach Heinrich Böll spielt sie eine Frau, die im Krieg Menschlichkeit über Ideologie stellt und eine verbotene Beziehung zu einem sowjetischen Gefangenen eingeht.

Kulturschloss Lausitz
Filmmuseum / Romy Schneider Ausstellung
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