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ROGER-FRITZ-FOTOGRAFIEN

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Roger Fritz wurde am 22. September 1936 in Mannheim geboren.

Er ist in zahlreichen Sparten der Kunst vertreten – arbeitete als Autor, Regisseur, Produzent, Schauspieler und Fotograf.

Das Interesse an der Fotografie erwachte mit einem Geschenk seines Onkels – der ihm eine Kamera überreichte.

Roger Fritz arbeitete zunächst als Bäcker für acht Tage, später war er in der Gastronomie tätig. Im Anschluss erlernte er den Beruf des Baustoffgroßhandelskaufmann.

 

Im Jahr 1955 lernte er den Fotografen Herbert List in München kennen, dem er später gelegentlich assistierte.

Herbert List fotografierte während der Dreharbeiten zu Sissi die junge Romy Schneider. Zu dieser Zeit begegnete Roger Fritz Romy Schneider zum ersten Mal.

 

Als Fotograf wurde Roger Fritz sehr erfolgreich.

In den Jahren 1954 und 1956 gewann er die Photokina Preise. Zu seinen Photokina Preisen gratulierte ihm der Herausgeber der Kölner Nachrichten, Alfred DuMont.

DuMont sollte zu dieser Zeit sämtliche Redaktionen seines Vaters übernehmen und fragte den jungen Fotografen ob er nicht für ihn arbeiten wolle.

Roger Fritz willigte ein, unter der Bedingung er werde nicht festangestellt.

Er fotografierte für den Kölner Stadtanzeiger, für die Süddeutsche Zeitung und die Münchner Illustrierte.

 

Im Jahr 1959 gehörte er zu den Mitbegründern der Zeitschrift  twen.

1961 entschied er sich für ein Studium der Schauspielerei an der Ufa Nachwuchsschule unter der Leitung von Else Bongers. Die bekannte Schauspiellehrerin Else Bongers lernte er durch eine Reportage zu dem Film „Die Halbstarken“ kennen.

 

In den darauf folgenden Jahren arbeitete er als Fotograf, stand als Schauspieler vor der Kamera und arbeitete für das Opernfestival Festival die Due Mondi mit Gian-Carlo Menotti in Spoleto in Italien. Roger Fritz wohnte in Rom. Dort verkehrte er in Kreisen Intellektueller, durch die er Luchino Visconti kennen lernte. Unter der Regie Vicontis spielte er 1962 zusammen mit Romy Schneider in Boccaccio70. Während der Dreharbeiten fotografierte er das Geschehen am Set und assistierte Visconti.

 

Er lebte und arbeitete zwei Jahre in New York. Im Jahr 1961 entstand sein erster Kurzfilm „Zimmer im Grünen“. 1962 folgte sein zweiter Kurzfilm „Verstummte Stimmen“ - über den Mauerbau in Berlin. 1967 produzierte er seinen ersten langen Spielfilm „Mädchen Mädchen“ - dieser wurde ein großer Erfolg. Die Hauptrolle spielte Helga Anders, die dafür den Bundesfilmpreis gewann.

Helga Anders und Roger Fritz heiraten 1967, die Ehe wurde 1974 geschieden.

Roger Fritz inszeniert Filme und Fernsehserien u.a. „Die schöne Marianne“ mit Hannelore Elsner und Iris Berben. Für seine Rolle in dem Roger Fritz Film „Mädchen mit Gewalt“ erhielt Schauspieler Klaus Löwitsch den Bundesfilmpreis.

 

1971 erhielt er die Hauptrolle in der italienischen Fernsehserie „Blutige Straße“ neben Stefania Casini. Roger Fritz arbeitete mit Rainer Werner Fassbinder an verschiedenen Filmen, u.a. Berlin Alexanderplatz und Lili Marleen.

Über Fassbinders letzten Film Querelle verfasste er ein Buch.

Im Jahr 2007 gewann er den Leas-Award für seine St.-Pauli Reportage, veröffentlicht im Magazin Quest. In Oldenburg gewann Roger Fritz 2011 den German Independence Honorary Award.

Im Jahr 2020 wurden seine Werke über die Schauspielerin Romy Schneider im ersten Romy Schneider Museum auf Schloss Klein Loitz ausgestellt.